ehe die spuren verwehen ...
11 Frauen -
11 Jahrhunderte

 

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Presse-Archiv


Pressemitteilung der Stadt Kassel vom 14.12.2016

Pressemitteilung als PDF anzeigen.


Jérôme vom 10.12.2016

http://www.jerome-kassel.de/feuilleton/erinnerung-bewahren-zukuenftiges-unterstuetzen/


HNA vom 23.11.2016



mittendrin 07 Sommer 2016


HNA vom 1.5.2015


Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße vom 13.4.2015

„Handeln ehe die Spuren verwehen“

Vom Buch zur Skulptur: In der „Grünen Banane“ soll ein Kunstwerk an elf historisch bedeutsame Bürgerinnen Kassels erinnern. Vor-Ort-Termin von Initiatorinnen und Unterstützerinnen.


Schauten sich vor Ort den geplanten Standort für das Kunstwerk an: Simone Mäckler, Anne Belke-Herwig, Marlis Wilde-Stockmeyer, Helmuth Greger, Ute Giebhardt, Linda Cunningham, Elisabeth König, Elke Böker, Sabine Köttelwesch, Stefanie Burmester, Katarina Ludwig, Ilona Crones. (von links nach rechts)

„Ehe die Spuren verwehen – 11 Frauen, 11 Jahrhunderte” ist der Titel des von Sabine Köttelwesch, Elke Böker und Petra Mesic 2013 ins Leben gerufenen Buchprojekts. Im Rahmen des 1100-jährigen Jubiläumsjahres der Stadt Kassel war es das Ziel der Initiatorinnen, die Schicksale elf bedeutender Frauen aus der Geschichte Kassels und ihre Verdienste im Bewusstsein zu halten. Auf spannende und unterhaltsame Art porträtiert das Buch die Frauen ohne dabei historische Daten und Quellen außer Acht zu lassen. Die Auswahl der vorgestellten Persönlichkeiten Landgräfin Anna von Hessen, Elisabeth Landgräfin von Hessen, Gertrud Elisabeth Mara, Louise Gräfin Bose, Malwida von Meysenburg, Sophie Henschel, Auguste Förster, Luise Greger, Sara Nussbaum, Elisabeth Selbert und Christiane Brückner erfolgte mit dem Anliegen,dem Leser möglichst viele unterschiedliche Schicksale innerhalb verschiedener Zeitperioden vorzustellen. Die Autorinnen und Dichterinnen, Musikerinnen, Unternehmerinnen, Regentinnen und vor allem Kämpferinnen lebten zwischen 1485 und 1921 und weisen neben ihren Talenten eine große Fortschrittlichkeit innerhalb ihrer Zeit auf. Sie stehen exemplarisch für viele weitere wichtige Frauen nicht nur in der Geschichte Kassels.

Gedenk-Installation als Nachfolgeprojekt
Die US-amerikanische Künstlerin Linda Cunningham, die auch in Deutschland intensiv arbeitet und bereits ein Kunstwerk vor dem Regierungspräsidium in Kassel gestaltet hat, verfolgte das Projekt mit großem Interesse: „Ich war total begeistert, dass die Initiatorinnen es schafften, den Menschen zufällig und leicht etwas über die Schicksale der elf bedeutenden historischen Frauen beizubringen.” Die Begeisterung der Künstlerin mündete schließlich in der Idee zu einem Denkmal, welches im öffentlichen Raum zur Erinnerung an die elf vorgestellten Frauen errichtet werden soll. Die Gedenk-Installation möchte die Künstlerin aus Glasstelen unterschiedlicher Höhe und geometrischer Form kreieren, die sie auf einer unregelmäßig geschnittenen Bodenplatte positionieren wird. Auf den Glasstelen kann der Betrachter Informationen zum Leben und Wirken der Frauen sehen. “Hoffentlich lädt die Skulptur so dazu ein, darüber zu lesen, was diese Frauen geschafft haben”, sagt die Künstlerin. Wunsch-Standort ist das Areal zwischen den Häusern Friedrich-Ebert-Straße 67 und 69 – eine von Beuys-Bäumen umsäumte Wiese, die im Rahmen der Planungen zur Realisierung eines neuen Grünzugs, der sogenannten “Grünen Banane”, voraussichtlich 2016 aufgewertet werden wird. Am zweiten April präsentierten die Initiatorinnen des Buchprojektes, die Künstlerin und Ute Giebhardt, Frauenbeauftragte der Stadt Kassel, Interessierten an dem geplanten Denkmalstandpunkt das Nachfolgeprojekt. “Es ist zur Zeit nicht so einladend, aber es passiert in der Friedrich-Ebert-Straße ja noch ganz viel. Grundsätzlich ist es ein Ort, der gut wirkt”, sagt Ute Giebhardt. Zum Treffen auf der Grünen Banane erschienen auch einige Autoren des Buchprojektes. Sie sind erfreut über die Möglichkeit, dass es nicht nur bei dem Buch bleibt. Die vorgeschlagene Verortung fand nicht nur bei dem Treffen einen großen Zuspruch. Auch der Ortsbeirat und der Verein West e.V. begrüßen Verortung der Gedenk-Installation in der Grünen Banane. Des Weiteren hat auch der Kunstbeirat der Stadt Kassel im Dezember 2014 grundsätzlich positiv zur Installation des Kunstwerks an diesem Standort abgestimmt.

Ausgangspunkt eines Gedenknetzes

Doch die Gedenk-Installation ist nur ein Teil des geplanten Nachfolgeprojekts. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Archiv der Deutschen Frauenbewegung sollen an unterschiedlichen Stellen in der Stadt der Glasstelen-Form entsprechende „Splitter” aufgestellt werden, die auf relevante Ereignisse, erinnerungswürdige Einzelpersonen oder Institutionen hinweisen. Das Denkmal wäre somit der Ausgangspunkts eines Gedenknetzes, welches über die elf Frauen hinaus reicht und weitere Persönlichkeiten und Ereignisse inszeniert, die für Kassel eine Bedeutung haben. Neben kurzen Informationen auf den Gedenksplittern führen QR-Codes den Betrachter zu einer Internetpräsenz, die das gesamte Gedenknetz abbilden soll. Das Archiv der deutschen Frauenbewegung übernimmt die Organisation und Finanzierung dieses Vorhabens des frauengeschichtlichen Leitsystems. Anders verhält es sich bei der Errichtung der Gedenk-Installation in der Grünen Banane. Da diese im Rahmen der Neugestaltung der Friedrich-Ebert-Straße realisiert werden soll, besteht die Möglichkeit, Gelder aus dem Förderprogramm Aktive Kernbereiche einzuwerben. Jedoch muss mindestens die Hälfte der benötigten Summe von ca. 45.000 Euro durch Spenden eingenommen werden. Die Frauen zeigen sich optimistisch: „Die Chance auf Realisation ist da!”


Thüringische Landeszeitung vom 9.4.2015


Frankenberger Zeitung vom 22.11.2014


HNA vom 20.11.2014


HNA vom 3.2.2014
HNA Online>Lokales>Kassel>Skulptur für elf Frauen

Skulptur für elf Frauen

Gedächtnisstätte für Ausnahme-Kasselerinnen soll an Friedrich-Ebert-Straße

Kassel. In Folge des Buchprojekts „Ehe die Spuren verwehen – 11 Frauen, 11 Jahrhunderte“ aus Anlass des Stadtjubiläums soll jetzt eine „permanente Gedächtnisstätte“ für die elf „Ausnahme-Frauen“ ihren Platz in Kassel finden.

Gedächtnisstätte: So sieht die geplante Skulptur zur Erinnerung an elf Kasseler Frauen aus. Unsere Aufnahme zeigt eine Fotomontage in der fiktiven Umgebung des Henschel-Gartens. Fotomontage: nh
Gedächtnisstätte: So sieht die geplante Skulptur zur Erinnerung an elf Kasseler Frauen aus. Unsere Aufnahme zeigt eine Fotomontage in der fiktiven Umgebung des Henschel-Gartens. Fotomontage: nh

Standort Grüne Banane

Als idealen Standort um die elf Frauen in Form einer Skulptur zu würdigen, haben die Initiatorinnen vom Frauenbüro und die US-amerikanische Künstlerin Linda Cunningham die Grünfläche „Grüne Banane“ an der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe Haltestelle Annastraße ins Auge gefasst. Aus diesem Grund stellte die Frauenbeauftragte der Stadt Kassel, Dr. Ute Giebhardt, jetzt den Mitgliedern des Ortsbeirats Vorderer Westen die Installation von Cunningham ausführlich vor. Die Gedenkskulptur besteht aus Glas- oder Plexiglaspaneelen unterschiedlicher Höhe und geometrischer Formen. Sie sind im Durchschnitt zwei Meter hoch, 80 Zentimeter breit und zwei bis drei Zentimeter dick. Jede der fünf Paneelen wird mit der Geschichte und Zitaten graviert, die die Errungeschaften der elf Frauen zusammenfassen. Außerdem sollen Bilder, eventuell die Porträts der Frauen, auf den Paneelen zu sehen sein. Die Arbeit wirkt wie ein aufgeschlagenes Buch und soll die Betrachter dazu anregen, Informationen über die Ausnahme-Frauen zu erfahren, um sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Skulptur wird so groß sein, dass sie „auch aus der Distanz erkennbar ist“, erklärte Giebhardt den Ortsbeiratsmitgliedern.

Ute Giebhardt
Ute Giebhardt

Erinnert wird an elf Frauen aus unterschiedlichen Bereichen wie Politik, Literatur, Musik und Wirtschaft, zum Beispiel an die Juristin und Politikerin Elisabeth Selbert, an die Schriftstellerin Christine Brückner oder Sophie Henschel, die große Stifterin und Unternehmerin der Stadt.

Es habe im Vorfeld eine lange Diskussion um den möglichen Standort der Skulptur gegeben, erzählte Giebhardt. Im Gespräch waren auch der Luisenplatz und der Henschel-Garten am Rote-Kreuz-Krankenhaus, die jedoch als Garten-Denkmale letztlich nicht in Frage kamen.

Die Gesamtkosten in Höhe von 30 000 Euro werden zur Hälfe aus öffentlichen Mitteln des Programms Aktive Kernbereiche finanziert. „Den Rest müssen die Initiatorinnen durch Spenden selbst aufbringen“, sagte Giebhardt.

Der Ortsbeirat Vorderer Westen folgte den Ausführungen Giebhardts mit Wohlwollen und „begrüßte“ die Pläne. Archivfoto: nh

Infos und Kontakt: Frauenbüro der Stadt, Tel. 787 70 69.

Von Christina Hein


Jahrbuch 2014 des Landkreises Kassel


Hessiche Heimat 2013 Heft 2


Frankfurter Rundschau 14./15.9.2013, D2 Hessen

Feier mit Sternmarsch

Großer Festumzug zum Jubiläum

Von Katja Schmidt

Seit 1100 Jahren ist die Existenz Kassels amtlich verbürgt.
Das feiert die Stadt ab diesem Wochenende mit einer Festwoche. Einen der Höhepunkte soll der große Festzug „Buntes und liebenswertes Kassel“ am Sonntag bilden. Doch ausgerechnet dessen Vorbereitungen haben der Stadt jetzt harsche Wort der Hessischen Datenschutzbehörde beschert.
Aus dem Jubiläums-Büro in der Stadtverwaltung nämlich sind versehentlich private Daten von 182 Festzug-Helfern per E-Mail an 40 ehrenamtliche Festzug-Teilnehmer verschickt worden. Informationen wie Name, Anschrift, Festnetz oder Handynummer und E-Mail-Adresse waren in einer angehängten Tabelle vermerkt – außerdem die T-Shirt-Größe, die abgefragt worden war, um die leuchtendgrüne Bekleidung der Helfer richtig zu bemessen.
„Es kann nicht sein, dass vor lauter Euphorie über den Festzug der Datenschutz vergessen wird“, zitiert die „Hessische Allgemeine“ eine Mitarbeiterin des Hessischen Datenschutzbeauftragten, die sie zu dem Vorfall befragte. Es sei „gegen das gesamte Datenschutzgesetz verstoßen worden“.
Die Stadtverwaltung spricht von einem „bedauerlichen Missgeschick“, das nicht hätte passieren dürfen. Generelle Defizite in Sachen Datenschutz sieht man aber nicht. Die Mitarbeiterin, die die Pannen-Mail verschickte, habe an mehreren Stellen das nötige Problembewusstsein gezeigt: Sie habe die Mail an die 40 Helfer als Blindkopie verschickt, so dass E-Mail-Adressen nicht zu erkennen waren.
Sie habe persönliche Daten dieser Helfer aus der Tabelle gelöscht – aber dann leider übersehen, dass weitere Tabellenseiten mit Daten weiterer Personen anhingen. Inzwischen seien die Empfänger gebeten worden, den Anhang zu löschen.

Kassels Partnerstädte feiern mit: Es gibt Beiträge aus  Finnland und Israel

Der Festzug unter Beteiligung von Menschen, die nun möglicherweise mehr übereinander wissen als sie hätten wissen sollen, startet am Sonntag als Sternmarsch aus vier Himmelsrichtungen.

Vom Fanfarenzug, über Motorrollerclubs, Chöre und Akrobaten bis zum Karnelvalverein ist alles dabei. Auf dem Friedrichsplatz soll das große Schaulaufen in ein „Fest der Nationen“ münden. Es gibt Leckereien aus vielen Ländern und ab 16.30 Uhr ein Bühnenprogramm.
Im Zug präsent sind auch traditionelle Fahnenschwinger aus Kassels Partnerstadt Florenz. Andere Städtepartner der nordhessischen Metropole beteiligen sich in vielfältiger Weise an der Festwoche: Bis zum 18. September gibt es russische und israelische Konzerte, eine französische Kunstaktion, eine finnische Architekturschau und mehr.

Einigen Kasselern hat sich das umfangreiche Programm bisher nicht erschlossen

Zudem wurden stets wiederkehrende, beliebte Herbst-Veranstaltungen großzügig ins Festprogramm eingemeindet: Etwa die „Connichi“, das alljährliche Treffen  knallbuntkostümierter Fans japanischer Manga-Comics an diesem Wochenende. Oder das Saison-Eröffnungsfest des Kasseler Staatstheaters am Sonntag. Und auch das Festival der Glockenspieler – auf Schlau: Carilloneure –, die heute und morgen auf dem Glockenspiel der Karlskirche ihr Können zu Gehör bringen.
Warum feiert Kassel eigentlich erst jetzt seinen Geburtstag? Tut es gar nicht. Im Februar gab es einen Festakt und seitdem dezentrale Veranstaltungen in den Stadtteilen. Das Konzept hat sich allerdings auch vielen Bürgern nicht so ganz erschlossen. Die eher bunte als übersichtliche offizielle Jubiläumshomepage www.kassel-1100.de hilft da kaum weiter.
Nichtsdestotrotz hat das Jubiläumsjahr interessanten Projekten Raum gegeben: Kasseler Tangoschulen etwa tragen Schnupperkurse in wirklich jeden Stadtteil. Und beim Stadtfest, das die Jubiläumswoche beschließt, wird am 20. September die gesamte Wilhelmsstraße zur Tanzmeile für viele Stile.
Viel Lob ist für das Projekt „Ehe die Spuren verwehen ...“ zu hören. Es stellt 11 Kasseler Frauen vor: In einem Buch – auf der Homepage www.11frauen-11jahrhunderte.de und in einer Ausstellung, die noch bis Ende des Jahres im Rathaus zu sehen ist.

HNA vom 9.9.2013


HNA vom 13.07.2013


HNA vom 09.07.2013


HNA vom 08.06.2013


HNA vom 30.05.2013  Für entspannte Stunden


Extra Tip vom 22.05.2013


Extra Tip vom 05.05.2013


HNA vom 04.05.2013

Rezension: Das Werraland 2013, Seite 23

Buchvorstellungen
„ehe die Spuren verwehen”. 11 Frauen – 11 Jahrhunderte, hg. v. Sabine Köttelwesch u. a., Kassel: prolibris 2013, 207 S., 75 Abb., Format 20x26 cm, brosch., ISBN 978-3-95475-006-1, 16,90 Euro
2013 kann unsere Regionalmetropole Kassel auf 1100 Jahre Stadtgeschichte seit ihrer urkundlichen Ersterwähnung zurückblicken.
Teil des Jubiläumsprogramms ist ein von der Stadt ausgezeichnetes Projekt zur Frauengeschichte, das diese Publikation zu Beginn des Jubeljahres der Öffentlichkeit präsentiert. Elf Autorinnen (darunter immerhin auch zwei Männer) stellen stellvertretend für unzählige andere elf höchst unterschiedliche, sehr beeindruckende und spannend zu lesende Frauenschicksale vor, die vom 15. bis zum 20. Jahrhundert durch ihr Leben und Wirken in Kassel Spuren hinterlassen haben, die in bleibender Erinnerung bleiben und nicht verwehen sollten. Im einzelnen handelt es sich um die aus Mecklenburg stammende Landgräfin Anna, die als Regentin für ihren Sohn Philipp die Landgrafschaft bis zu dessen Mündigkeit führte; die nach Güstrow verheiratete Elisabeth, Tochter Moritz des Gelehrten, die sich ihren Ruhm als Instrumentalistin, Sängerin, Übersetzerin und zweisprachige Dichterin erwarb; die europaweit gefeierte Sängerin Gertrud Elisabeth Mara, die als erste deutsche Primadonna am Hof Friedrichs des Großen auftreten durfte;
die illegitime Kurfürstentochter Louise von Bose, die ihrer Stadt unter anderem ein inzwischen leider längst abgerissenes Museum stiftete; die politisch engagierte Schriftstellerin Malwida von Meysenbug; die Fabrikantengattin Sofie Henschel; die Pädagogin und Schulpolitikerin Auguste Förster; die Komponistin Luise Greger, die es wiederzuentdecken gilt; die jüdische Geschäftsfrau und Ehrenbürgerin Sara Nussbaum; die Juristin und Politikerin Elisabeth Selbert, die sich als eine der Mütter des Grundgesetzes für die Aufnahme der Gleichberechtigung in den Grundrechteteil der deutschen Nachkriegsverfassung einsetzte; die Schriftstellerin und Kolumnistin Christine Brückner, deren Poenichen-Trilogie eher als manch anderes im Fernsehen Wiederholung verdient hätte und deren gemeinsam mit Otto Kühner gegründete Stiftung jährlich den Literaturpreis für grotesken Humor vergibt.
Am Ende lenkt eine Aufstellung die Aufmerksamkeit auf Kurzbiografien von weiteren 100 für Kassel bedeutsamen Frauengestalten von der Kaiserin Kunigunde bis zu der Schauspielerin Barbara Rudnik.

York-Egbert König


HNA vom 25.02.2013

HNA vom 22.02.2013


(k) Kulturmagazin Nr. 188 März 2013


HNA 18.2.2013
HNA Online>Service>Veranstaltungen>Das ist los>Bedeutsame Frauen: Ausstellung im Kasseler Rathaus

Bedeutsame Frauen: Ausstellung im Kasseler Rathaus

Die Unternehmerin Sophie Henschel, die Erzieherin Auguste Förster und die Juristin Elisabeth Selbert gehören zu elf bedeutsamen Kasseler Frauen, die jetzt im Fokus einer Ausstellung anlässlich des 1100-jährigen Stadtjubiläums von Kassel sind.

Damit die Frauen während des gesamten Jubiläumsjahres präsent bleiben, haben Sabine Köttelwesch, Elke Böker und Petra Mesic die Ausstellung „Elf Frauen - Elf Jahrhunderte“ konzipiert, die bis Dezember in der Elisabeth-Selbert-Seitenhalle im Kasseler Rathaus zu sehen ist.

Auf großen Fahnen werden die elf Frauen mit Bild, Lebensdaten in Kurzform und ihrem Lebensmotto porträtiert. Flyer enthalten ausführlichere Informationen.

Zu der Ausstellung ist ein Buch über die „11 Frauen, 11 Jahrhunderte“ erschienen (Prolibris Verlag Kassel, 207 Seiten, 16,90 Euro).


15.2.2013
HNA Online>Nachrichten>Hessen>Hessentag 2013>Buch erinnert an starke Frauen der Stadtgeschichte

Landgräfin bis Autorin

Buch erinnert an starke Frauen der Stadtgeschichte

Kassel. „Frauen sind in der landeskundlichen Literatur immer totgeschwiegen worden“, sagt Sabine Köttelwesch. Dabei habe es in Kassel viele Frauen gegeben, über die es sich zu berichten lohne.


Bringt Frauen groß heraus: Sabine Köttelwesch hatte die Idee für „Elf Frauen – Elf Jahrhunderte. Ehe die Spuren verwehen“. Foto:  Koch

Elf dieser Frauen werden anlässlich des Stadtjubiläums besonders gewürdigt. 1100 Jahre Kassel, das hat Historikerin und Bibliothekarin Sabine Köttelwesch (69) - die 35 Jahre lang die Hessische Sammlung in der Murhardschen Bibliothek betreut hat - zum Anlass genommen, einen Band über herausragende Frauen aus Kassel herauszugeben. Zusammen mit Elke Böker, Gründungsmitglied des Frauennetzwerks „Unternehmerinnen heute“, und der pensionierten Fachlehrerin Petra Mesic aus Schauenburg, die sich schon seit Langem für die Lebensgeschichten von kämpferischen Frauen interessiert.

Das Buch „Elf Frauen - Elf Jahrhunderte. Ehe die Spuren verwehen“ erscheint am morgigen Samstag: In dem Band werden allerdings nicht elf Frauen aus elf verschiedenen Jahrhunderten vorgestellt. Zwischen dem 9. und 1400. Jahrhundert habe es nur Äbtissinnen und Fürstenregentinnen gegeben, sagt Köttelwesch. Nach der Chronologie ist Landgräfin Anna von Hessen (1485 bis 1525) die Erste, über die berichtet wird. Sie habe mit List, Klugheit und Mut die Regentschaft für ihren Sohn, Philipp den Großmütigen, gesichert, sagt Köttelwesch.

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Bei der Auswahl der Frauen seien die drei Herausgeberinnen subjektiv vorgegangen. Sie entschieden sich schließlich für elf Frauen aus unterschiedlichen Bereichen wie Politik, Literatur, Musik und Wirtschaft. Manche der Frauen sind bis heute sehr bekannt: Zum Beispiel die Juristin und Politikerin Elisabeth Selbert, der zu verdanken ist, dass die Gleichberechtigung im Grundgesetz verankert wurde. Oder die Schriftstellerin Christine Brückner, deren Romane in 17 Sprachen übersetzt und verfilmt worden sind. Oder Sophie Henschel, eine große Stifterin und Unternehmerin, die nachhaltig das Stadtbild geprägt hat.

Aber wer kennt heute noch Gertrud Elisabeth Mara oder Luise Greger? Zwei Musikerinnen, die zu ihrer Zeit in ganz Europa bekannt waren. Mindestens so populär wie heutzutage Anne-Sophie Mutter. Sind die Lebenswege der elf Frauen auch recht unterschiedlich gewesen, so haben doch alle Gemeinsamkeiten, sagt Köttelwesch: „Jede hat auf ihre Art aus ihrer Begabung herausgeholt, was zu holen war. Keine von ihnen hat resigniert, sondern ist immer ihren Weg gegangen.“

Kunigunde bis Rudnik

Für jede Persönlichkeit haben die Herausgeberinnen Experten gewonnen. Da es in Kassels Stadtgeschichte aber mehr als elf starke Frauen gegeben hat, hat Petra Mesic am Ende des Buchs 100 Frauen aufgelistet, deren Leben und Wirken herausragend waren: von Kunigunde von Luxemburg (975 bis 1033) bis Barbara Rudnik (1958 bis 2009).

Elf Frauen – Elf Jahrhunderte. Ehe die Spuren verwehen, 207 Seiten, 16,90 Euro.


HNA 04.02.2013 Stadtteile

(k) Kulturmagazin Nr. 187 Januar / Februar 2013


Pressemitteilung vom 09.07.2012

kassel 1100 – ehe die spuren verwehen: projektgruppe stellt elf kasseler frauen aus verschiedenen jahrhunderten vor

Kassel (psk). Was Sophie Henschel, Auguste Förster und Elisabeth Selbert gemeinsam haben? „Sie alle sind tolle Frauen, die – jede auf ganz unterschiedliche Art und Weise – ganz eng mit der Stadt Kassel und deren Geschichte verbunden sind“, sagt Sabine Köttelwesch.

Sabine Köttelwesch, Petra Mesic  und Elke Böker (vlnr)
Sabine Köttelwesch, Petra Mesic  und Elke Böker (vlnr)

Mehr als ein Jahr ist es jetzt her, dass die Kasselerin die Idee hatte, ein bürgerschaftliches Projekt zum Kasseler Stadtjubiläum im Büro 1100 im Rathaus einzureichen. Mit Elke Böker und Petra Mesic fand sie schnell Mitstreiterinnen; gemeinsam haben die Drei das Projekt weiterentwickelt.

Seitdem ist viel passiert: Oberbürgermeister Bertram Hilgen hat das Projekt nicht nur als eines von 115 offiziellen Jubiläumsprojekten ausgezeichnet, inzwischen gibt es auch ein gutes Dutzend Mitwirkende, die sich in regelmäßigen Abständen treffen. „Wir sind selbst überrascht von der tollen Resonanz“, gibt Köttelwesch zu. Das Projekt habe eine Eigendynamik entwickelt, mit der das Team nie gerechnet habe. Mittlerweile gibt es unter dem Projektnamen „… ehe die Spuren verwehen… – 11 Frauen, 11 Jahrhunderte“ sogar ein eigenes Logo mit wiedererkennbarem Design für das Projekt.

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Die Vorbereitungen der Projektgruppe sind sehr intensiv und kosten viel Zeit. „Aber wir freuen uns alle wahnsinnig auf das Jubiläumsjahr“, so Köttelwesch. Am 15. Februar 2013 geht’s los: Dann wird die Ausstellung mit einer Festveranstaltung in der Elisabeth-Selbert-Halle im Kasseler Rathaus eröffnet. Auf großen Fahnen werden die elf ausgewählten Frauen mit Bild, Lebensdaten in Kurzform und einer markanten Aussage, die auf das jeweilige Lebensmotto hinweist, porträtiert. In einem Flyer finden alle Interessierten jeweils ein ausführlicheres Porträt. Die zeitlichen Zusammenhänge zur Kasseler Stadtgeschichte werden durch ein gesondertes Plakat dargestellt.

Ab Februar 2013 wird in jedem Monat des Jubiläumsjahres eine Frau vorgestellt. „Wir planen dazu jeweils eine kleinere oder größere Veranstaltung an wechselnden Orten, die zur jeweiligen Frau passt“, erklärt Köttelwesch. „Das können Lesungen sein, Musikveranstaltungen, Gesprächsrunden oder Spaziergänge an wichtige Schauplätze.“

Die erste Frau, die einzeln vorgestellt wird, ist die 1485 geborene Landgräfin Anna von Hessen. Am 22. Februar 2013 wird Sabine Köttelwesch Anna von Hessen an einem geschichtsträchtigen Ort, dem großen Sitzungssaal im Regierungspräsidium, ehemals Standort des Landgrafenschlosses, darstellen.

Die vorgestellten Frauen weisen Lebenswege auf, die nicht immer mit den Erwartungen und Regeln ihrer Zeit im Einklang standen. „Wir haben die Auswahl lange besprochen und freuen uns jetzt, elf ganz unterschiedliche Frauen vorstellen zu können“, erläutert Köttelwesch. Präsentiert werden Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten. „Die elf Frauen wurden zwischen 1485 und 1921 geboren.“

Schon früh ist es den Ideengeberinnen gelungen, Frauen zu finden, die die Schirmherrschaft für das Projekt übernehmen: Dies werden Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, und Petra Friedrich, Stadtverordnetenvorsteherin der Stadt Kassel, sein. „Das Projekt hat mich spontan für sich eingenommen. Stellvertretend für unzählige „Powerfrauen“ stehen hier elf Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten, deren Lebensleistung unter den jeweiligen geschichtlichen, gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt wurde“, so Friedrich. „Es ist für mich eine Ehre, die Schirmherrschaft für dieses Projekt zu übernehmen.“

Derzeit steckt die Projektgruppe mitten in den Vorbereitungen der einzelnen Fahnen und Porträts. „Unser Wunsch ist es, zudem eine Dokumentation in Form eines Buches mit den Frauenporträts auf den Markt zu bringen“, erzählt Köttelwesch. Schließlich sollen auf über 2013 hinaus „Spuren verbleiben“. Zudem böte eine solche Broschüre Platz für weitere Porträts, die wichtig für die Kasseler Stadtgeschichte waren. So soll ein Anhang mit den Daten von 100 weiteren Frauen erarbeitet werden.

Ob sich dieser Wunsch realisieren lässt, hängt auch von der finanziellen Ausstattung des Projekts ab. Förderer können über das Spendenkonto des Stadtjubiläums für das Frauenprojekt spenden.


HNA 05.10.2011

87 Ideen für das Stadtjubiläum im Jahr 2013 sollen realisiert werden

Liebeserklärung an Kassel

Kassel. Ob mit oder ohne Hessentag, das Jahr 2013 wird in Kassel prall gefüllt mit Aktivitäten sein. Dafür sorgen schon die Menschen, die in der Stadt wohnen. Zum Stadtjubiläum 1100 Jahre Kassel wurden 440 Ideen formuliert. 87 davon sind so vielversprechend, dass sie jetzt im Bürgersaal des Rathauses in das Veranstaltungsprogramm aufgenommen wurden.


Auszeichnung für gute Ideen: Elke Böker, Sabine Köttelwesch und Petra Mesic (von links) präsentieren elf Frauen aus elf Jahrhunderten. Dafür gab es die Urkunde von Bertram Hilgen (Mitte). Hubertus Meyer-Burckhardt (ganz rechts) überreichte die Auszeichnung an Jörg Adrian Huber (Zweiter von rechts) für die Idee, den Königshof aufzubauen. Foto:  Schachtschneider

Die Urkunden überreichten Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Hubertus Meyer-Burckhardt. Der Fernsehproduzent und Gastgeber der NDR-Talkshow lebt zwar schon seit vielen Jahren in Hamburg, trägt seine Heimatstadt aber immer noch im Herzen. Mit einer Liebeserklärung an Kassel machte Meyer-Burckhardt als Vorsitzender des Kuratoriums Kassel 1100 Lust auf das Stadtjubiläum.

Paten für Projekte

„Wir sind stolz auf das Engagement der Ideengeber, die aus der Mitte der Stadtgesellschaft heraus unser Jubiläumsjahr mit gestalten werden“, sagte Oberbürgermeister Hilgen. Die 1100-Jahr-Feier solle ein Fest der Bürger für die Bürger sein und nicht von oben verordnet werden. Die 87 ausgezeichneten Projekte werden von der Stadt koordiniert und beworben. Wenn die Ideengeber das wollen, bekommen sie einen Projektpaten an die Seite gestellt, der sie bei der Umsetzung unterstützt. Finanzielle Zusagen sind mit der Auszeichnung nicht verbunden. Zum Nulltarif sind einige Projekte aber nicht möglich. Deshalb setzt die Stadt auf Spenden und hat ein Ermöglicherkonto bei der Kasseler Sparkasse eingerichtet.

Gemeinsam mit den Veranstaltungen der Stadt und den Jubiläumsaktivitäten, die die 23 Stadtteile in Eigenregie organisieren, sind die 87 Projekte eine wichtige Säule der 1100-Jahr-Feier. Regelmäßige Veranstaltungen wie der Zissel oder die Wehlheider Kirmes, die im Jahr 2013 einen besonderen inhaltlichen Akzent erhalten, sollen ebenfalls in die Feierlichkeiten eingebunden werden.

„Der Zug ist noch nicht abgefahren“, sagte Hilgen. „Wir sind weiter gespannt auf gute Ideen.“ Der Startschuss zu „Kassel 1100“ fällt am 18. Februar 2013, dem Jahrestag der ersten Erwähnung der Stadt in den Urkunden aus dem Jahr 913.

Wer die Geburtstagsfeier finanziell unterstützen möchte, kann auf das Ermöglicherkonto der Stadt einzahlen: Kasseler Sparkasse, BLZ: 520 503 53, Konto: 2244, Verwendungszweck: Spende für das Stadtjubiläum.

Für Fragen und Vorschläge steht das Organisationsbüro „Kassel 1100“ zur Verfügung. Kontakt: Tel. 05 61/7 87-20 13, E-Mail: 2013@stadt-kassel.de

Von Thomas Siemon