ehe die spuren verwehen ...
11 Frauen -
11 Jahrhunderte

 
 

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Unser Projekt ist nun zuende und wir möchten all denjenigen ganz herzlich danken, die uns unterstützt haben. Mit unserer Homepage bleiben wir online - als Archiv, zur Erinnerung oder um auf neue Entwicklungen hinzuweisen, wie z.B.:


Das Buch zum Jubiläumsprojekt:
 


ehe die spuren verwehen …"
11 Frauen - 11 Jahrhunderte


Klappenbroschur, 207 S., 16,90 Euro,
ISBN 978-3-95475-006-1,
Prolibris-Verlag, Kassel 2017

3. unveränderte Auflage erhältlich

Mögliche Abholadressen:

Plansecur Druseltalstraße 150, Kassel – zwischen 9 Uhr und 16 Uhr von Montags bis Freitags

Elke Böker, Baunsbergstraße 29b, Kassel, Termine nach Vereinbarung

Wenn Sie den Kaufpreis auf das Projektkonto überweisen möchten: Sabine Köttelwesch , Deutsche Bank Kassel, IBAN DE 92 5207 0024 0030 4949 01   

Sie können das Buch auch gern bestellen – per Email oder telefonisch

Herzlichen Dank  für Ihre Unterstützung

Sabine Köttelwesch, Tel: 0561 406 793,
s.koettelwesch@t-online.de

Elke Böker, Tel: 0561 31690605,
e.boeker@boeker-kassel.de


Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße vom 13.4.2015

„Handeln ehe die Spuren verwehen“

Vom Buch zur Skulptur: In der „Grünen Banane“ soll ein Kunstwerk an elf historisch bedeutsame Bürgerinnen Kassels erinnern. Vor-Ort-Termin von Initiatorinnen und Unterstützerinnen.


Schauten sich vor Ort den geplanten Standort für das Kunstwerk an: Simone Mäckler, Anne Belke-Herwig, Marlis Wilde-Stockmeyer, Helmuth Greger, Ute Giebhardt, Linda Cunningham, Elisabeth König, Elke Böker, Sabine Köttelwesch, Stefanie Burmester, Katarina Ludwig, Ilona Crones. (von links nach rechts)

„Ehe die Spuren verwehen – 11 Frauen, 11 Jahrhunderte” ist der Titel des von Sabine Köttelwesch, Elke Böker und Petra Mesic 2013 ins Leben gerufenen Buchprojekts. Im Rahmen des 1100-jährigen Jubiläumsjahres der Stadt Kassel war es das Ziel der Initiatorinnen, die Schicksale elf bedeutender Frauen aus der Geschichte Kassels und ihre Verdienste im Bewusstsein zu halten. Auf spannende und unterhaltsame Art porträtiert das Buch die Frauen ohne dabei historische Daten und Quellen außer Acht zu lassen. Die Auswahl der vorgestellten Persönlichkeiten Landgräfin Anna von Hessen, Elisabeth Landgräfin von Hessen, Gertrud Elisabeth Mara, Louise Gräfin Bose, Malwida von Meysenburg, Sophie Henschel, Auguste Förster, Luise Greger, Sara Nussbaum, Elisabeth Selbert und Christiane Brückner erfolgte mit dem Anliegen,dem Leser möglichst viele unterschiedliche Schicksale innerhalb verschiedener Zeitperioden vorzustellen. Die Autorinnen und Dichterinnen, Musikerinnen, Unternehmerinnen, Regentinnen und vor allem Kämpferinnen lebten zwischen 1485 und 1921 und weisen neben ihren Talenten eine große Fortschrittlichkeit innerhalb ihrer Zeit auf. Sie stehen exemplarisch für viele weitere wichtige Frauen nicht nur in der Geschichte Kassels.

Gedenk-Installation als Nachfolgeprojekt
Die US-amerikanische Künstlerin Linda Cunningham, die auch in Deutschland intensiv arbeitet und bereits ein Kunstwerk vor dem Regierungspräsidium in Kassel gestaltet hat, verfolgte das Projekt mit großem Interesse: „Ich war total begeistert, dass die Initiatorinnen es schafften, den Menschen zufällig und leicht etwas über die Schicksale der elf bedeutenden historischen Frauen beizubringen.” Die Begeisterung der Künstlerin mündete schließlich in der Idee zu einem Denkmal, welches im öffentlichen Raum zur Erinnerung an die elf vorgestellten Frauen errichtet werden soll. Die Gedenk-Installation möchte die Künstlerin aus Glasstelen unterschiedlicher Höhe und geometrischer Form kreieren, die sie auf einer unregelmäßig geschnittenen Bodenplatte positionieren wird. Auf den Glasstelen kann der Betrachter Informationen zum Leben und Wirken der Frauen sehen. “Hoffentlich lädt die Skulptur so dazu ein, darüber zu lesen, was diese Frauen geschafft haben”, sagt die Künstlerin. Wunsch-Standort ist das Areal zwischen den Häusern Friedrich-Ebert-Straße 67 und 69 – eine von Beuys-Bäumen umsäumte Wiese, die im Rahmen der Planungen zur Realisierung eines neuen Grünzugs, der sogenannten “Grünen Banane”, voraussichtlich 2016 aufgewertet werden wird. Am zweiten April präsentierten die Initiatorinnen des Buchprojektes, die Künstlerin und Ute Giebhardt, Frauenbeauftragte der Stadt Kassel, Interessierten an dem geplanten Denkmalstandpunkt das Nachfolgeprojekt. “Es ist zur Zeit nicht so einladend, aber es passiert in der Friedrich-Ebert-Straße ja noch ganz viel. Grundsätzlich ist es ein Ort, der gut wirkt”, sagt Ute Giebhardt. Zum Treffen auf der Grünen Banane erschienen auch einige Autoren des Buchprojektes. Sie sind erfreut über die Möglichkeit, dass es nicht nur bei dem Buch bleibt. Die vorgeschlagene Verortung fand nicht nur bei dem Treffen einen großen Zuspruch. Auch der Ortsbeirat und der Verein West e.V. begrüßen Verortung der Gedenk-Installation in der Grünen Banane. Des Weiteren hat auch der Kunstbeirat der Stadt Kassel im Dezember 2014 grundsätzlich positiv zur Installation des Kunstwerks an diesem Standort abgestimmt.

Ausgangspunkt eines Gedenknetzes

Doch die Gedenk-Installation ist nur ein Teil des geplanten Nachfolgeprojekts. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Archiv der Deutschen Frauenbewegung sollen an unterschiedlichen Stellen in der Stadt der Glasstelen-Form entsprechende „Splitter” aufgestellt werden, die auf relevante Ereignisse, erinnerungswürdige Einzelpersonen oder Institutionen hinweisen. Das Denkmal wäre somit der Ausgangspunkts eines Gedenknetzes, welches über die elf Frauen hinaus reicht und weitere Persönlichkeiten und Ereignisse inszeniert, die für Kassel eine Bedeutung haben. Neben kurzen Informationen auf den Gedenksplittern führen QR-Codes den Betrachter zu einer Internetpräsenz, die das gesamte Gedenknetz abbilden soll. Das Archiv der deutschen Frauenbewegung übernimmt die Organisation und Finanzierung dieses Vorhabens des frauengeschichtlichen Leitsystems. Anders verhält es sich bei der Errichtung der Gedenk-Installation in der Grünen Banane. Da diese im Rahmen der Neugestaltung der Friedrich-Ebert-Straße realisiert werden soll, besteht die Möglichkeit, Gelder aus dem Förderprogramm Aktive Kernbereiche einzuwerben. Jedoch muss mindestens die Hälfte der benötigten Summe von ca. 45.000 Euro durch Spenden eingenommen werden. Die Frauen zeigen sich optimistisch: „Die Chance auf Realisation ist da!”


Veranstaltungsreihe an verschiedenen Orten zum Stadtjubiläum 2013 und Ausstellung in der Elisabeth-Selbert-Halle im Kasseler Rathaus